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Guadalupe rocks!

Jaja, ich weiß, mein letzter Eintrag ist schon ne Weile her, aber Promotions- und Arbeitsstress ließen es nicht anders zu. Jetzt bin ich wieder in Mexiko und hab wieder etwas mehr Zeit.

Ich wohne ja ganz in der Nähe von Mexico City, weshalb ein Besuch bei Unserer Lieben Frau von Guadalupe natürlich zum katholischen Pflichtprogramm gehört. (Zumal es der größte Wallfahrtsort der Welt ist…)

Die Geschichte ist den meisten sicher bekannt, wer sie nicht kennt, kann bei Wikipedia nachlesen oder besser noch in Paul Baddes Buch oder bei kath-info.de.

Der Umhang von Juan Diego, auf dem sich das Abbild der “Morenita” befindet, hängt in der neuen Basilika, die alte versinkt gerade im weichen Untergrund von Mexico City.

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Die Neue Basilika sinkt zwar nicht ab, ist aber architektonisch “diskussionswürdig”

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So sieht’s innen aus (leider alles etwas pixelig…):

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Das Bildnis auf dem Mantel von Juan Diego (über dem Altar)!

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Und hier noch mal in größer:

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Man kann auch ganz relaxt auf einem Rollband am Bild vorbeifahren :-)

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Die “Beicht-Meile” von Guadalupe – 14 Beichstühle… und das ist erst die eine Seite!

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Wo Maria ist, da ist JP II natürlich nicht weit!

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Auf jeden Fall alles sehr beeindruckend. Ich werde demnächst noch mal hinfahren und hoffentlich ein paar weniger pixeligere Bilder zustandebringen.

Möchte evt. jemand einen original Guadalupe-Rosenkranz oder sonstiges haben? Könnte ich da besorgen…

Heuchler!

Man kann von dem Schweizer Minarettverbot halten was man will. Ich persönlich halte es für unnütz. Das Problem ist nicht ein erstarkender Islam sondern ein schwaches Christentum bzw. entwurzelte westliche Gesellschaften, die einem starken Islam nur ihren Relativismus entgegen zu setzen haben.

Nichtsdestotrotz ist mir aber eben die Hutkrempe hochgegangen als ich diesen Artikel bei Spiegel Online gelesen habe.

Einige Highlights:

Khurshid Ahmed von der erzkonservativen pakistanischen Jamaat-e-Islami Partei: “[Diese Entscheidung ist eine] sehr eindeutige und unerträgliche Diskriminierung von Muslimen(In Pakistan werden Christen massakriert und Kirchen angezündet, wie soll man das denn dann nennen?)

Der türkische Kulturminister Ertugrul Günay kritisierte das Schweizer Minarett-Verbot als Zeichen religiöser Intoleranz. (Man könnte meinen es sei Satire. Vielleicht sollte er mal mit Kardinal Meisner über die Paulus-Kirche in Tasus sprechen…) “Die Schweiz ist ein Land, das zwar in Europa liegt, das aber Europa nicht verinnerlicht hat.” (Achja, und das kann die Türkei natürlich wunderbar erkennen, ein Land in dem Christen unterdrückt werden und grundlegende Menschenrechte nicht umgesetzt sind…)

Die Vereinten Nationen wollen die Rechtmäßigkeit des Bauverbots prüfen. Experten untersuchten, ob das Verbot mit internationalem Recht vereinbar sei, sagte ein Sprecher des Uno-Hochkommissariats für Menschenrechte am Montag in Genf. Schon während der Abstimmungskampagne hatten Uno-Experten die Schweizer Behörden mehrfach vor einem “diskriminierenden Charakter” eines Minarett-Verbots gewarnt. (Heuchler! Was tut denn das Uno-Hochkommisariat für die verfolgten Christen in den islamischen Ländern? Setzt es sich dafür ein, dass Christen dort ungestört Kirchen bauen können?!)

Es ist wieder einmal unglaublich wie hier die Tatsachen verdreht werden und sich die Beteiligten nicht mal rot werden ob solcher Heuchelei!

Zuwachs für die Blogozese!

Wenn der EPD darüber berichtet, dass es einen neuen katholischen Blog gibt, dann muss es sich um etwas besonderes handeln. Und so ist es auch: Der katholische Laie und Kubaner Sergio Cobarrouy hat einen eigenen Blog gegründet und wird dabei von der katholischen Bischofskonferenz Kubas unterstützt. Der Blog heisst Creer en Cuba, was sowohl ‘Glauben in Kuba’ als auch  ‘An Kuba glauben’ heiβen kann – ganz ungewollt ist diese Zweideutigkeit sicher nicht.

In den letzten Jahren haben die staatlichen Repressalien gegen die Gläubigen in Kuba zwar etwas nachgelassen (nicht zuletzt der Papstbesuch war ein Katalysator dieses Prozesses), aber trotzdem gehört sicherlich viel Mut dazu, einen solchen Blog in Kuba öffentlich unter dem eigenen Namen  zu betreiben.

Gottes Segen und unser Gebet für Sergio Cobarrouy und seinen Blog, die kubanische Bischofskonferenz und alle Gläubigen in Kuba!

Sieh an, auch die Atheisten und ihre Versammlungen leben von Voraussetzungen, die sie selber nicht schaffen können ;-)

Deutungshoheit II

Irgendwie beschäftigt mich der Artikel im Wissenschaftsfeuilleton noch immer. Danke für das Futter, Alipius! ;-)

Auffällig ist, wie sich Herr Fischer über die Nazi-Vergleiche echauffiert. Offensichtlich hat auch hier Kardinal Meisner die Deutungshoheit verletzt. Über die Nazis darf nur reden, wer politisch korrekt und links verortet ist. Wer hingegen konservativ oder sogar katholisch(!) ist, der kann damit nur verlieren. Wer links ist, der hat immer recht, der hat die Deutungshoheit über die Geschichte, wie schon Jan Fleischhauer in seinem wunderbaren Buch und Blog “Unter Linken” geschrieben hat.

Klar, man kann darüber diskutieren wie sinnvoll Nazi-Vergleiche sind, weil sie in den meisten Fällen eben nicht zu einer Diskussion über den Inhalt des Vergleiches führen, sondern zu einer reflexartigen Ablehnung von Verlgeich und Autor durch Gutmenschen mit Deutungshoheit.

Aber wenn man sich dann mal den Inhalt des Vergleiches anguckt fragt man sich: Hat denn der Kardinal unrecht? Dawkins selbst stellt doch in seinem Buch “Das egoistische Gen” die These auf, dass der Mensch nur “Verpackung” seiner Gene ist. Philosophen wie Peter Singer ziehen bereits die enstprechenden Schlüsse daraus… Ist es also nicht Aufgabe einer Kirche, die für sich in Anspruch nimmt, die Kultur des Lebens zu verteten, solche Vergleich zu ziehen, um totalitäre Ideen jedweder Herkunft als solche zun entlarven und zu bekämpfen?

Auch im Dritten Reich fing es nämlich ganz langsam mit Akzentverschiebungen an. Da ging es zunächst auch nur darum “Leiden zu lindern oder besser gleich zu vermeiden”. Dann wurde definiert, wer denn unter seinem Leben litt und schlussendlich gab es dann den Stempel “Lebensunwert” um das massenweise Töten von Menschen zu legitimieren. Ist es nicht Pflicht parallele Entwicklungen aufzuzeigen und beim Namen zu nennen?

Worum geht es Ihnen, Herr Fischer, also wirklich? Dawkins und das naturalistische Weltbild  in Schutz zu nehmen vor der bösartigen Kirche? Dafür fehlte aber leider der unumgängliche Hinweis auf den Fall Galileo und die Inquisition.

Wollte Sie es einfach den “stumpfsinnigen Katholiken” mal wieder richtig zeigen? Da fragt man sich doch: War das alles Herr Fischer? War das wirklich schon alles? Dann bin ich beruhigt.

Oder wollte Sie sich als Gutmensch stilisieren, der einen Nazivergleich direkt zurückweisen muss, weil es halt ein Nazi-Verlgeich ist, ohne sich Gedanken über den Inhalt zu machen? Es muss auf jeden Fall sehr bequem sein auf diesem Stuhl Herr Fischer, oder? Da oben, wo man als Gutmensch die Deutungshoheit über alle politisch-historischen Vorgänge hat und gleichzeitg als “moderner” Wissenschaftler noch die Deutungshoheit über die Wirklichkeit. Klar, von da oben sehen wir sicher aus wie kleine stumpfsinnige katholische Ameisen, die ihrem weiβen Brain-Bug in Rom folgen. Aber damit können wir leben, Herr Fischer, ehrlich. Wir stumpfsinnigen Ameisen werden weiter forschen um die wundervollen Geheimnisse der Schöpfung zu entdecken, wir werden weiter philosophieren um unseren Horizont weit zu halten und wir werden weiter jedem totalitären Gedanken widersprechen.

Deutungshoheit I

Eben habe ich Alipius’ treffende Anmerkungen über einen Beitrag im Wissenschaftsfeuilleton gelesen. Zunächst wollte ich nur einen Kommentar dazu schreiben, aber dann kamen mir doch so viele Gedanken, dass ich mich direkt für einen eigenen Artikel entschieden habe.

Zunächst lieβe sich sicher trefflich darüber streiten ob Wissenschaft und Feuilleton zusammenpassen können. Nun ja, so fern man Wissenschaft als eigene Kultur ansieht, mag das durchgehen.

Wenn man sich nun den Beitrag von Ernst Peter Fischer vom Wissenschaftsfeuilleton ansieht, so drängt sich der Gedanke auf, dass er sich manche Peinlichkeit erspart hätte, wenn er geschwiegen hätte. Wer die katholische Lehre geistig so wenig durchdrungen hat, der sollte sich mit solchen “Feuilleton”-Beiträgen besser geschickt zurückhalten (Si tacuisses…).

Im Grunde geht Fischer nicht viel anders als Dawkins vor. Diese so einfache, so schlüssige scheinende aber  bei näherer Betrachtung sehr fadenscheinige Vorgehensweise hat er sich wahrscheinlich (unbewusst?) abgeguckt:

  • Zunächst einmal stellt man sich als Experte in seinem Wissenschaftszweig hin (Ich bezweifele weder für Dawkins noch für Fischer, dass sie auf ihrem jeweiligen Gebiet Experten sind)
  • Dann deklariert man für seinen Wissenschaftszweig oder direkt für die gesamte Naturwissenschaft die Deutungshoheit über das Leben, die Welt, das Universum…
  • Nun kann man alle anstregenden philosophischen und theologischen Argumentationen mit einer, dieser Art von Wissenschaftlern gemeinsamen Verve bei Seite wischen, denn man hat durch seine eigene Argumentation diese von vornherein als falsch deklariert

Man könnte das ganze jetzt einen Zirkelschluss nennen und sich wundern, warum so helle Köpfe es schaffen sich selber derart reinzulegen. Das passiert wohl, wenn man den naturwissenschaftlichen Erklärungsrahmen (oder schlimmer noch: seinen eigenen Horizont) mit der Wirklichkeit verwechselt. Das ist übrigens auch eine Folge davon, dass in der universitären Ausbildung kaum noch auf Fächer wie Wissenschaftstheorie oder Wissenschaftsphilosophie Wert gelegt wird. Aber mit  so einen Schnick-Schnack braucht man sich auch nicht rumzuärgern, wenn man nur Bright genug ist.

Kolonial-Barock in Mexiko

Hier also wie versprochen einige Bilder von unserem Kurztrip nach Queretaro und Bernal.

Wir waren zunächst für zwei Tage in Queretaro. Dort haben es mir besonders die barocken Kolonialkirchen angetan. Drinnen durfte man meistens leider nicht fotografieren oder nur ohne Blitz, so dass die meisten Fotos von Inneräumen nichts geworden sind. Hier mal ein paar Impressionen:

Pfarrkirche in "unserem" Stadtviertel

Pfarrkirche in "unserem" Stadtviertel

Pfarrkirche nebenan (man beachte das Turmdach)

Pfarrkirche nebenan

Kirche "La Cruz"

Kirche "La Cruz"

In dieser Kirche findet sich der berühmte Baum “Árbol de la Cruz”, ein Dornenstrauch der kreuzförmige Dornen hat.

Ein kleines Mausoleum mit den Figuren zum "Tag der Toten"

Ein kleines Mausoleum mit den Figuren zum "Tag der Toten"

Fassader der Kirche "Santa Clara"

Fassade der Kirche "Santa Clara"

Fassade der Kathedrale von Queretaro

Fassade der Kathedrale von Queretaro

Turm von "Santa Rosa de Viterbo"

Turm von "Santa Rosa de Viterbo"

Kirche "Santa Rosa de Viterbo"

Kirche "Santa Rosa de Viterbo"

Nachdem wir zwei Tage Queretaro besichtigt hatten, ging es weiter nach Bernal, ca. 50 km von Queretaro entfernt. Bernal ist ein sogenanntes “Pueblo magico”, ein magisches Dorf. Dies sind Dörfer die irgendetwas “magisches” haben (sollen) und deshalb von der Tourismusbehörde den entsprechenden Titel bekommen haben. Uns interessierte weniger das magische an Bernal, sondern mehr die gute Luft und die Ruhe.

Kirche von Bernal

Kirche von Bernal

Sehr farbenfroh und schön die kleine Kirche von Bernal

Fassade der Kirche von Bernal

Fassade der Kirche von Bernal

Der Himmel in Hintergrund sah wirklich so aus, das ist nicht bearbeitet. 25 °C am 1. November, das hat was… Wahrscheinlich wurden die Farben der Kirche passend zum Himmel gewählt. Man beachte ausserdem den überdimensionalen Rosenkranz.

Themenpark Mexiko

Themenpark Mexiko

Der Hauptplatz von Bernal mit Kirche und Uhrenturm (Uhr auf der Rückseite). Das ganze sieht schwer wie der Themenpark “Mexiko” in Disneyworld aus ;-)

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Unsere Hauskapelle

Unsere Unterkunft hatte eine eigen kleine Kapelle, das ist doch mal ein Zeugnis guten Geschmacks unseres Wirtes.

Die Laterne, die in der Nähe der Kapelle aufgestellt war, führte allerdings wieder zu einem Punktabzug auf dem Geschmackskonto:

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Eine besondere Attraktion Bernals ist der Peña. Dies ist der nach dem Zuckerhut und dem Ayers Rock der drittgröβte Monolith der Welt. Die Menschen in Bernal werden im Durchschnitt sehr alt, deshalb sagt man der Peña habe magische Kräfte. Das sagt man von Fernet Branca allerdings auch… Die hohe Lebenserwartung der Menschen lässt sich meiner Meinung nach eher auf die gute Luft, die Ruhe, das hervorragende Essen und das vorzügliche Bier Bernals zurückführen.

Auf jeden Fall bevölkern jedes Jahr zur Tag- und Nachtgleiche hunderte Eso-Freaks in weiβen Gewändern den Peña und versuchen etwas von seiner “spirituellen Energie” einzufangen. Der Peña ist angeblich eine natürliche magnetische Antenne. Wie das funtioniert und warum das ganze spirituelle Energie liefern sollte, konnte uns allerdings, wie zu erwarten war, keiner erklären. Uns hat der Peña eigentlich nur wegen seiner schieren Gröβe beeindruckt.

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Der Peña

Der Peña vom Highway aus gesehen

Der Peña vom Highway aus gesehen

Insgesamt war der Kurztrip nach Queretaro und Bernal eine runde Sache und eine gelungene Abwechslung zum Leben im Dunst- oder besser Smogkreis des Stadtmolochs Mexico City.

Kurzurlaub – Tag der Toten

Im Gegensatz zu einigen Bundesländern in Deutschland, ist hier in Mexiko nicht der Allerheiligentag ein freier Tag sondern der Allerseelentag. Dieser fällt dieses Jahr glücklicherweise auf einen Montag, so dass wir hier ein langes Wochenende haben. Wir machen einen Kurztrip nach Queretaro. Von daher wird hier vor Dienstag kein neuer Artikel erscheinen. Dann allerdings hoffe ich einige schöne Bilder von den imposanten Barockkirchen Queretaros zeigen zu können.

Der Allerseelentag, oder hier in Mexiko ‘Tag der Toten’ (Día de los muertos) genannt, ist ein sehr wichtiger Feiertag.  Eigentlich ist der Tag der Toten nicht das Allerheiligen/Allerseelen-Fest, sondern ein älteres Fest indigener (oder politisch unkorrekt: indianischer :-) ) Herkunft und wurde während der Christianisierung mit dem Allerseelenfest verschmolzen. Die Mexikaner beginnen die Feierlichkeiten sympathischerweise schon am 31.10. Es ist das erste Mal, dass ich diesen Feiertag in Mexiko erlebe. Auch darüber wird dann nächste Woche ausführlich berichtet.

Auβen Hui, innen Pfui?

Zugegeben, der Artikel im Focus ist mit seinem Alter von 10 Jahren, nicht gerade das, was man aktuell nennen würde.

Interessant wird das ganze aber im Zusammenhang mit dem was die Focus-Autorin Kathrin Zeilmann dann gestern schrieb. Hier wird Frau Käβmann dann als moderne Kirchenmanagerin dargestellt:

Und jetzt steht an der Spitze des Protestantismus in Deutschland eine selbstbewusste Frau, die schicke Kleider trägt und eine flotte Kurzhaarfrisur – und vor allem: die geschieden ist.

(Na da kann man stolz drauf sein, geschiedene Bischöfin, das ist ja richtig modern!)

Im Übrigen lässt Frau Zeilmann auch nur wenig Zweifel offen, welcher Seite ihre Sympathie gilt:

Da wird manch ein katholischer Würdenträger wieder – wenn auch sicher nur heimlich – die Lästerei über die liberalen, dem Zeitgeist erlegenen „Lutherischen“ anstimmen. Zumal Käßmann zwar die Anliegen der Ökumene vertritt, aber nicht davor zurückscheut, die katholische Kirche mit der ihr eigenen Schlagfertigkeit zu kritisieren.

Dass die Katholiken starr daran festhalten, nur Männer zum Priesteramt zuzulassen, kann Käßmann nicht verstehen.

Wie die katholische Amtskirche der protestantischen Personalie begegnen würde, war den Synodalen in Ulm jedoch herzlich egal – auch das ist ja ein Ausdruck des evangelischen Selbstbewusstseins: eine Frau zu wählen, deren Leben durch die Scheidung einen Bruch erlitten hat und die dafür steht, dass bei den Protestanten Mann und Frau in Ämterfragen gleichberechtigt behandelt werden. Der bayerische Landebischof Johannes Friedrich betonte: „Wie die Katholiken darauf reagieren, werden wir sehen. Aber ich sage, das darf für uns keine Rolle spielen.“

Vielen Dank für diesen wirklich objektiven Artikel Frau Zeilmann, ich bin beeindruckt!

“Ich bin Kirche”

Nachdem ich mich im letzten Beitrag über Herrn K. aus der S. aufgeregt habe, hatte ich nun nochmal ein bisschen Gelegenheit nachzudenken. Gerade die jüngeren Beiträge von Hans Küng lassen eine gesunde Selbstkritik schmerzlich vermissen. Auf die Idee, dass er selbst einmal Unrecht haben könnte, scheint er nicht zu kommen (oder kommen zu können).

Küng braucht keine Glaubenskongregation -  er ist seine eigene.

Küng braucht keine Dogmen – wir brauchen seine.

Küng glaubt an keine Unfehlbarkeit – auβer an seine eigene.

Das erinnert doch stark an bestimmte “kirchliche” Gruppen.  Analog dazu empfehle ich Herrn Küng, sich das Motto einer dieser Gruppe zu eigen zu machen und von nun an unter “Ich bin Kirche” zu firmieren. Für den Fall, das er es etwas geschichtsträchtiger und dramatischer mag, wovon ich ausgehe, kann er natürlich auch “L’Église c’est moi” verwenden. Dies würde es einfacher machen seine Beiträge als solche zu identifizieren und damit entsprechend weiterzuverfahren.

Des Weiteren fände ich es wirklich entgegenkommend von Herrn Küng, wenn er zukünftig alle seine Beiträge, Interviews, Essays usw. mit folgendem Logo verzieren würde. Vielleicht könnte man so einige Aufregung und persönliche Glaubenskrisen von arglosen Katholiken vermeiden:

HK_GK

(Entsprechend habe ich schon mal meine Sidebar geändert, um mich, wie ich hoffe, inhaltlich von Herrn K. abzuheben)

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